Werbung schalten auf Facebook – ein Erfahrungsbericht

Facebook Werbung Erfahrungsbericht: Vergleich zweier Anzeigen
Die beiden Posts, die als Werbung geschaltet wurden

Es ist mittlerweile schon wieder einige Monate her, seit du hier etwas über sockenpaket.de lesen konntest. Deswegen wird es Zeit für ein Update. Insbesondere folgt hier ein Erfahrungsbericht zur ersten Facebookwerbung, die ich geschaltet habe, um auf sockenpaket.de aufmerksam zu machen.

Der aktuelle Stand bei sockenpaket.de

Einen ersten Umsatzschub gab es durch Sockenverkäufe im Freundes- und Bekanntenkreis. Hier haben alle, die Socken von sockenpaket.de haben wollen, schon Socken. Natürlich ergibt sich ab und zu noch ein Verkauf, aber sonst ist eine Sättigung eingetreten.

Im Moment fehlt es an Bekanntheit. Der aktuelle Kundenstamm ist noch zu klein um eine Weiterführung zu rechtfertigen, wenn die erste Sockencharge erst mal verkauft ist.

Ziele der Werbung auf Facebook

Mittelfristig sind die Ziele der Werbung ganz klassische Werbeziele:

  • Bekanntheit steigern und neue Kunden gewinnen
  • Socken verkaufen bzw. Umsatz steigern

denn die Werbekosten sollen ja irgendwie wieder reinkommen. Hier schon gleich im ersten Anlauf schon gute Fortschritte zu erzielen ist allerdings sehr optimistisch.

Die ersten Ziele sind eher kurzfristig: Ausprobieren und Lernen.

  • Was klappt bei Facebookwerbung und was klappt nicht?
  • Woran merke ich, dass etwas nicht klappt?
  • Wie lange dauert es, bis ich eine einigermaßen sichere Aussage treffen kann?

Mit den Zielen habe ich die erste Werbekampagne gestartet.

Welche Lösungsstrategie verfolge ich?

Im Artikel über die koks.digital habe ich die Strategie schon vorweggenommen: Zunächst werde ich versuchen, auf Nutzerinteraktion abzuzielen: Wenn Nutzer und mit Facebookbeiträgen interagieren, ist das ein gutes Zeichen und diese Beiträge werden als angenehm empfunden. Für den Nutzer angenehme Beiträge  findet Facebook gut, so bleiben die Nutzer länger online. Und das honoriert Facebook durch niedrigere Werbekosten.

Hier ist die erste Anzeige als Beispiel, diese ist so aufgebaut, dass Nutzer vermehrt auf die Anzeige reagieren:

Screenshot von der ersten Facebook-Werbung für den Erfahrungsbericht
Die zweite Anzeige, die ich ausprobiert habe. Ziel war es, Nutzer-Interaktion in Form von Reaktionen zu erzielen.

Die zweite Anzeige geht einen anderen Weg und sollte auf Kommentare anregen.

Screenshot von der zweiten Facebook-Werbung für den Erfahrungsbericht
Die zweite Anzeige, die ich ausprobiert habe. Ziel war es, Nutzer-Interaktion in Form von Kommentaren zu erzielen.

Um erkennen zu können, was gut läuft und was nicht, habe ich die beiden Anzeigen parallel laufen lassen und zwei Zielgruppen parallel angesprochen, jeweils mit einem kleinen Tagesbudget. Schlecht funktionierende Kombinationen von Anzeigen und Zielgruppen habe ich dann gestoppt.

Screenshot des Werbeanzeigenmanagers von Facebook, die Tagesbudgets (1€) sind hervorgehoben
Screenshot aus dem Werbeanzeigenmanager: Die Facebook-Anzeigen liefen mit einem kleinen Tagesbudget.

Welche Ziele sind erreicht?

Durch die Anzeigen gab es ein paar zusätzliche Likes für die Facebook-Fanpage, allerdings nicht genug, um die Ausgaben zu rechtfertigen. Zusätzliche Sockenverkäufe gabe es nicht. Mööööp – Ziele nicht erreicht.

Immerhin habe habe ich ein paar Sachen daraus gelernt und kann jetzt beim nächsten Mal schon gezielter Vorgehen.

Warum zieht die Werbung auf Facebook noch nicht?

Diese Thesen gibt es bis jetzt:

These 1: Die Anzeige ist schlecht

Mit der These lässt sich schlecht arbeiten. Deswegen verfeinere ich die These zu:

These 2: Die Anzeige passt nicht zur gewählten Zielgruppe

Facebook bietet verschiedene Metriken an, mit denen man die Performance von Werbeanzeigen einschätzen kann. Zu dieser These passt die Relevanzbewertung, die angibt, ob Nutzer die Anzeige gut finden. Diese kann Werte von 1 (schlecht) bis 10 (sehr gut) annehmen. Die Relevanzbewertung wird von Facebook erst berechnet, wenn mindestens 500 Nutzer die Anzeige gesehen haben. Beide Anzeigen habe Werte von 1 bis 2 erzielt. Also nicht so geil.

These 3: Das Ziel Markenbekanntheit wurde erreicht, allerdings wird das von keiner Metrik erfasst.

Das wäre ein tolles Ergebnis. Ob diese These stimmt, kann ich bis jetzt noch nicht überprüfen.

These 4: Die Zielgruppe wird weniger spezifisch erreicht, als von Facebook suggeriert

Die von mir gewählte Zielgruppe sitzt ausschließlich in Deutschland. Trotzdem kam zur Laufzeit der Anzeige ein Like aus den USA, ohne dass im Vorfeld Anzeigen/Beiträge geteilt wurden. Das legt nahe, dass Facebook die Zielgruppen eher weich interpretiert und meine Zielgruppendefinition nicht wirklich umgesetzt wird.

These 5: Die Fotos der Anzeigen sind schlecht.

Diese Vermutung kam am auf, nachdem ich im Podcast von den Social Marketing Nerds nochmal darauf aufmerksam gemacht wurde, dass Fotos in Anzeigen das wichtigste sind.

Wie geht es weiter?

Beim nächsten Versuch werde ich definitiv mehr Zeit in die Fotos stecken und Facebook andere Kampagnenziele (also nicht “Markenbekanntheit”) mit auf den Weg geben.

Außerdem werde ich auch noch Videobeiträge ausprobieren, diese ziehen wohl wesentlich besser.

Außerdem wird es bald weiteren Content geben, z. B. eine Serie, wozu man auch einzelne Socken sinnvoll benutzen kann.

library genesis – Copyright Violation or Knowledge Liberation?

A former blog post discussed sci-hub as a website to get access to scientific publications. This post has a similar topic, this time you’re going to read about the platform Library Genesis.

Screenshot of library genesis (http://libgen.io/, taken on 04 November 2017), with overlay text "is free knowledge a good thing"
Library Genesis

The concept is similar to the one of sci-hub.cc: e-books and other documents which are normally protected by a pay wall are available for free. While sci-hub.cc offers only research related content, libgen.io even offers fictional literature. For example, searching “harry potter” at libgen’s fictional section produces 428 hits.

Critical Voices

Following the publishing companies and their line of argument, Library Genesis violates their copyright. This means, it’s against the law. For a more thorough analysis, please talk someone who went to law school.

What’s interesting here, is the reason for those laws. They were made to protect the effort to create something. If Peter writes a book, then he should get the reward. Copyright laws are an incentive to be productive and to invest time and effort.

Supporting Voices of Library Genesis

The driving force behind library genesis is idealism. A public letter of solidarity summarizes it. In one sentence: All of Humanity’s knowlegde shall benefit all of humanity. Therefore it shall be free to access for everyone and everywhere.

Personal Opinion

The reason that we have this debate is digitization: Duplicating digital products costs nearly nothing:

  • If I took five physical books from a publishing company without paying, they have lost something they cannot reproduce easily.
  • If I took five hundred thousand copies of an e-book without paying for it, they won’t even notice it.

This is a fact as well as a result of technological progress.

If publishing companies do not adapt and stick to their out-dated business models, they will disappear. If they want to prevail, they have to find business models which meet their customer’s needs. People are not perfect – if an option is comfortable, some people will choose this option, even if it’s illegal.

 

What’s your opinion on this topic? Share it, either with a comment below or by sending private message.

Digitales Marketing: Die wichtigsten Learnings von der koks.digital 2017

Ende August hat in Bochum zum zweiten Mal die koks.digital stattgefunden. Das ist eine Konferenz zu digitalem Marketing – in zwei parallelen Sessions haben insgesamt 16 Experten Wissen und Erfahrungen geteilt. Für dich und dein Projekt war self-tenure dort am Start und jetzt gibt es eine Zusammenfassung der wichtigsten Learnings von der koks.digital 2017.

wichtigsten Learnings von der koks.digital 2017 werden schriftlich festgehalten
Die wichtigsten Learnings von der koks.digital 2017 werden natürlich schriftlich festgehalten. Der Aufkleber auf dem Namensschild ist aufgefallen, ein paar andere Teilnehmer dachten fälschlicherweise, das ist eine Sonderanfertigung 😉 )

Die neun wichtigsten Learnings von der koks.digital 2017

Emotionen sind Treibstoff

Positive Emotionen sind dafür verantwortlich, dass User mit euren Social-Media-Posts interagieren und dass Kunden bei euch kaufen. Also, ganz wichtig: Die Außendarstellung eurer Produkte muss positive Emotionen auslösen, damit das gut ankommt. Löse dich von rein informierenden Inhalten.

Mobile ist die Zukunft

Die Kombination aus der weiten Verbreitung von Smartphones und dem immer besser werdenden Netzausbau führt dazu, dass immer mehr Traffic mit mobilen Endgeräten erzeugt wird. Schon jetzt wird mehr als die Hälfte aller YouTube-Videos mit Smartphones oder Tablets abgespielt.

Derzeit informieren sich Nutzer häufig am Smartphone und kaufen dann später am Tablet oder Desktop-Rechner. Deine Website sollte darauf ausgerichtet sein und auch mit kleinen Bildschirmen gut aussehen.

Suchmaschinen Algorithmen berücksichtigen diese Entwicklung bereits: Websites, die zu langsam laden, werden schlechter gerankt: Die Geschwindigkeit deiner Seite ist ein SEO-Faktor.

Und jetzt hast du das berücksichtigt und deine Seite konvertiert auf mobilen Endgeräten immer noch schlechter? Dann musst du immer noch nicht verzweifeln: Viele Kunden informieren sich Tagsüber auf dem Smartphone, treffen die Kaufentscheidung und bestellen dann abends zu Hause am Tablet oder Computer.

Einfach Ausprobieren und dabei lernen – Kleinigkeiten können einen Unterschied machen

Das Internet ermöglicht dir viele potentielle Kunden zu erreichen. Gleichzeitig kannst du deine Inhalte einfach anpassen (Versuch mal in den Printmedien eine Anzeige anzupassen, nachdem sie veröffentlicht wurde 😉 ).

Du kannst deine Anzeigen so einfach an kleinen Gruppen testen, daraus lernen und dein neues wissen auf größere Gruppe anwenden. Deine Anzeigen werden also Teil eines iterativen Prozesses. Die Ausrede “Ich will noch was ändern, das ist noch nicht perfekt” zieht online nicht – sorry.

Hier sind zwei Beispiele, welche Kleinigkeiten eine große Auswirkung haben können:

  • In der Metadescription mit Emojis oder anderen Symbolen arbeiten
  • SSL-Verschlüsselung bei der Dateneingabe durch den Kunden explizit mit angeben

Neue Suchmaschinen bieten Chancen

Google und Facebook sind umkämpft, das führt zu höheren Kosten für Werbetreibende. Dabei gibt es Alternativen:

YouTube

YouTube ist mittlerweile die weltweit zweitgrößte Suchmaschine. Und da Videocontent wesentlich aufwendiger produziert werden muss, als Texte oder Fotos, ist dort die Schwelle höher – das hält die Konkurenz niedriger.

Nutzt die Möglichkeiten zur Videobeschreibung – hier könnt ihr dem (textbasierten) Algorithmus von YouTube mit auf den Weg geben, was in eurem  Video zu sehen ist. Dadurch wird eurer Video einem passenderen Publikum vorgeschlagen.

Google zeigt außerdem häufig Videos in den  Suchergebnissen an. Wenn das ein Video von euch ist, sticht auch gleich ein Vorschaubild eures Videos unter den Suchergebnissen hervor. YouTube-Videos bringen also auch Aufmerksambeit bei Google.

Bing

Gerade in Deutschland hat Google als Suchmaschine quasi ein Monopol. Deswegen tummeln sich bei anderen Suchmaschinen nicht so viele Werbekunden und dort ist die Konkurrenz kleiner. Das führt zu niedrigeren Werbekosten. Ganz besonders spannend ist das, da Siri ihre Suchanfragen über Bing laufen lässt. So gibt es bei Bing im Moment auch wieder Wachstum.

Facebook Ads kosten weniger, wenn sie beim User gut ankommen

Facebook möchte, dass die Nutzer glücklich und zufrieden sind. Das hat sich in deren Algorithmus niedergeschlagen: Wenn Beiträge gut ankommen, zeigt FB die Beiträge für gleiches Geld häufiger an. Du solltest also versuchen mit deinen Anzeigen ähnliche Mechanismen zu treffen, wie mit den Beiträgen, die auf organische Verbreitung abzielen.

FB misst die Beliebtheit der Posts dabei u. a. an Interaktionen, die du vermehrt mit Verlosungen oder Umfragen bekommst.

Chatbots sind der heiße Scheiß

Durch die steigende Bedeutung von mobilen Endgeräten sind Chatprogramme auch wieder am kommen (WhatsApp, FacebookMessenger etc.). Seit der Blüte von MSN und ICQ haben sich Chatbots stark weiter entwickelt. Deren KI machen Chatbots somit nicht nur für die automatisierte Bearbeitung von Kundenanfragen interessant. Chatbots haben das Potential, der Nachfolger von E-Mail-Marketing zu werden: noch nicht ausgelutscht, noch nicht umkämpft und interaktiver. Also heißer Scheiß!

Content muss Nutzen bringen

Auf Dauer dafür bezahlen, dass Nutzer deine Inhalte angezeigt bekommen? Das klingt nicht nur doof, sondern ist auch doof. Deswegen sollte schon dein Content den Nutzern einen Mehrwert bieten, der diese anzieht. Das können positive Emotionen sein (s.o.)  oder Information, die dem Nutzer weinen Mehrwert bringen.

Informationen und gute Analysetools gibt es auch kostenlos

Zum Beispiel gibt  es von Google eine Einführung zu Search Engine Optimization.

Das bei YouTube eingebaute Analysetool wird von vielen Leuten unterschätzt. Man kann sich sogar anzeigen lassen, wann Zuschauer das Video abbrechen, oder welche Stellen sie mehrfach anschauen. (Damit könnte man sogar herausfinden, an welchen Stellen Studierende bei Vorlesungen abgehängt werden: Wenn eine Stelle im Video mehrfach angeschaut wird ist passt dort das Tempo nicht.)

Kenne deine Zielgruppe

Eigentlich ist dieser Punkt klar. Du musst wissen, welches Problem du mit deinem Produkt löst und wer dieses Problem bisher hat.

Im Marketing schlägt sich das auch nieder: Wenn du deine Zielgruppe besser kennst, brauchst du Werbung nur denen zu zeigen, die ohnehin Interesse haben.

Dazu ist es auch wichtig, zu wissen, unter welchen Stichpunkten potentielle User oder Kunden am ehesten nach Informationen suchen: Kenne deine Keywords.

Den Punkt habe ich bisher immer sehr stiefmütterlich behandelt, schließlich kann man ja auch schon so anfangen und andere Dinge priorisieren. Aber das rächt sich irgendwann…

Zum Abschluss noch zwei Bonus-Punkte

Die wichtigsten drei Website-Schritte für Start-Ups

Axel Gönnemann wurde nach seinem Vortrag “SEO, Datenanalyse und Paid Advertising” nach den drei wichtigsten Schritten für Start-Ups gefragt. Seine Antwort:

  1. SEO-konforme Website aufbauen
  2. Tracking einrichten um zu sehen, wo Kunden herkommen
  3. gibt es nicht

Die Strategien klappen…

Beim Vortrag von Jan Stranghöner und Alexander Boecker über den systematischen Aufbau von derwesten.de musste ich schmunzeln. Deren Marketingstrategie hat mich auch schon von Facebook auf deren Seite geleitet. Und ich gehöre nicht mal zur Kernzielgruppe 😀

 

Ein ähnliches Thema kam hier im Blog schon früher auf.

Was passives Einkommen mit Socken zu tun hat

Vincent von freaky finance und Eva von der Vermögensakademie haben eine neue Blogparade angestoßen. Die beiden haben im Vorfeld  zum einem Onlinekongress andere Blogger dazu aufgerufen, ihre Meinung zu passivem Einkommen zu teilen. So ergeben sich dann verschiedene Sichtweisen auf das Thema, die Danny  bei Kleinkapital schön zusammenfasst. Deswegen werde ich hier erläutern was passives Einkommen mit Socken zu tun hat.

Skizze: Was hat passives Einkommen mit Socken zu tun?
Was hat passives Einkommen mit Socken zu tun?

Was ist passives Einkommen?

Als erstes muss ich etwas klarstellen: Die wörtliche Bedeutung von “passivem Einkommen” ist irreführend. Wenn davon die Rede ist, ist meistens nicht gemeint, dass nicht das Einkommen passiv ist und sich immer nur blicken lässt wenn der Empfänger aktiv ist und arbeitet. Sondern dass der Empfänger passiv ist und das Einkommen (fast) von alleine hereinsprudelt. So beschreibt es auch Götz auf finanzblognews und an diese Definition halte ich mich auch weiterhin.

Und wie klappt das jetzt mit dem passiven Einkommen?

Natürlich klappt passives Einkommen nicht einfach so. Die aktuellen Diskussionen zu bedingungslosem Grundeinkommen machen zwar Hoffnung, aber wir sind immer noch weit von der Umsetzung weg. Bis dahin müssen wir uns selbst darum kümmern.

Und bei dem “Kümmern” fängt es schon an. Am Anfang von passivem Einkommen steht immer eine Investition. Wir müssen vorher Geld oder Zeit investieren.

Sonst hätten wir unser passives Einkommen ja jetzt schon.

Genau diese desillusionierende Tatsache haben die Beziehungsinvestoren auch schon festgehalten, während sie mit den am weitesten verbreiteten Lügen zum Thema aufräumen.

Investieren von Geld

Dass man Geld investieren kann ist allgemein bekannt. Hier schon verschiedene Artikel über Investments in Aktien, ETFs oder P2P-Kredite. Ziemlich genau diese Ansätze beschreibt auch Emanuel von Invest ABC als seine Favoriten und garniert seinen Artikel mit einer schönen Fußball-Allegorie.

Investieren von Zeit

Bei Zeitinvestments sieht es schon anders aus. Hier ist nicht unmittelbar ersichtlich, wo das Einkommen dann herkommen soll.

Ein Beispiel für Zeitinvestments beschreibt Maxim bei “Handelszeit”: Zunächst hat er sich an Stockfotografie versucht, er hat also Nutzungsrechte von selbst geschossenen Fotos verkauft. Ist das Foto einmal gemacht, bedeutet es keinen Mehraufwand mehr, wenn wieder jemand Nutzungsrechte kauft.

Das funktioniert natürlich auch bei anderen Produkten: Das klassische Beispiel ist ein Buch, dass sich von alleine verkauft, nachdem es einmal geschrieben ist.

Was hat denn jetzt passives Einkommen mit Socken zu tun?

Im Moment bin ich dabei, mir ein passives Einkommen aufzubauen. Neben den o. g. Investments in Aktien, ETFs und P2P-Kredite, baue ich im Moment mit sockenpaket.de einen Online-Shop für Socken auf. Und das bedeutet gerade am Anfang, dass ich Zeit investieren muss.

Damit du einen Eindruck gewinnst liste ich hier plakativ die verschiedenen Schritte auf, die ich schon hinter mich gebracht habe. In Klammern ist notiert, welche Art von Investment notwendig war.

  1. Entscheiden für ein Produkt (Zeit)
  2. Recherche zum ausgesuchten Produkt (Zeit)
  3. Einen Produzenten suchen (Zeit)
  4. Aufbau von Website und Shop (Zeit+Geld)
  5. Bestellen vom Produkt und Verpackungsmaterial (Geld)
  6. Kundengewinnung/Marketing (bisher nur Zeit)
  7. Abfertigen von eingehenden Bestellungen (Zeit)

Detailliertere Informationen findest du in früheren Blogartikeln zum Einstieg, zu den ersten Marketingversuchen und zum Start des Shops.

Als funktionierendes passives Einkommen geht sockenpaket.de noch nicht durch. Im Moment bedeuten Kundengewinnung und Bestellungsabwicklung noch einen beständigen Zeitaufwand. Beides werde ich in Zukunft weiter automatisieren und dann wahrscheinlich auslagern.

Das Angebot des Shops soll die Grundidee passives Einkommen mit Socken umdrehen: Für die Kunden gibt nach einem Geldinvestment eine dauerhafte Zeitersparnis beim Socken (nicht mehr) sortieren. Diesen Punkt kannst du verallgemeinern, ganz wichtig ist nämlich:

  • Was kannst du anderen bieten, damit diese bereit sind dir dauerhaft Geld zukommen zu lassen?
  • Welchen dauerhaften Mehrwert bringt dein einmaliger Aufwand den Nutzern/Kunden?

Denn wenn deine Quelle von passivem Einkommen anderen nicht einen dauerhaften Nutzen bringt, dann versiegt sie auch bald wieder.

Warum der ganze Zirkus, wenn das vielleicht nicht auf Dauer ist?

Die erste Motivation zu passivem Einkommen ist leicht zu verstehen. Jeder kann der Idee, nicht mehr Arbeiten zu müssen irgendwas abgewinnen.

Geld haben heißt unabhängig sein

Für mich bedeutet passives Einkommen ein finanzielles Backup, das mir ermöglicht ohne die üblichen Risiken in der Forschung arbeiten zu können. Was du mit deiner Unabhängigkeit anfangen möchtest, kannst du entscheiden 😉

Zeit investieren hat (verdammt gute) Nebenwirkungen

Wenn du etwas investierst, heißt das auch, dass es dir an anderer Stelle fehlt. Gerade bei Zeit kann das sehr schwer fallen, gerade wenn viel investierte Zeit  erst mal keinen Nutzen bringt. Wenn du anfängst dich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen ist die Lernkurve richtig steil. Du wirst verdammt viele neue Sachen lernen. Wenn du hinter passivem Einkommen her bist, sei nicht nur hinter dem Geld her. Die Wissensrendite wird viel höher sein als die Geldrendite. Probier es einfach mal aus.

Jetzt will ich auch loslegen – was muss ich tun?

Bei Madame Moneypenny gibt es einen schönen Artikel, in dem sie das Zusammenspiel verschiedener Einkommen- und Beschäftigungsarten beschreibt. In ihrem Artikel liefert sie anschauliche Anregungen, wie du anfangen kannst.

In gedruckter Form gibt es außerdem einen Klassiker, der hier schon mal vorgestellt wurde.

 

 

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Die sieben besten Podcasts für Nachwuchswissenschaftler, die sich nicht auf die nächste Vertragsverlängerung verlassen wollen

Headphones with speech ballons containing different podcast logos
Die verschiedenen Logos in der Collage wurden jeweils freundlicherweise von den Podcastern für diesen Artikel zur Verfügung gestellt 🙂

In diesem Artikel werden Podcasts vorgestellt, mit denen du dir auch als Nachwuchswissenschaftler gute Grundlagen für dein Standbein neben der Wissenschaft aufbauen kannst.

Podcasts bieten sich dabei besonders an, weil du nicht am Schreibtisch sitzen musst, um die Inhalte zu verinnerlichen. Das geht somit gut beim Kochen, unterwegs oder beim Wäsche aufhängen. Außerdem erscheinen immer wieder neue Folgen, so lässt sich leicht eine Regelmäßigkeit beim Hören umsetzen.

Die Reihenfolge der Podcasts in diesem Artikel richtet sich danach, wie lange ich die Podcasts schon kenne.

Der Finanzwesir rockt

logo of "der Finanzwesir rockt" podcast
Der Finanzwesir rockt mit Daniel Korth und Albert Warnecke (Logo freundlicherweise zur Verfügung gestellt)

Bei Der Finanzwesir rockt sprechen Albert Warnecke (Finanzwesir) und Daniel Korth (Finanzrocker) über verschiedene Themen aus den Bereichen Geldanlage und Vermögensaufbau. Die beiden haben sich als Finanz-Blogger bereits einen Namen gemacht, bevor sie den gemeinsamen Podcast ins Leben gerufen haben.

Die Podcastfolgen starten bei den Basics, jede Folge hat ein Rahmenthema über das die Beiden dann miteinander diskutieren. Die Sichtweisen von Albert und Daniel ergänzen sich dabei wunderbar. Komplexere Sachverhalte werden anhand von Beispielen gut veranschaulicht.

Durch den Dialog fällt es zudem auch leicht zu folgen und durch regelmäßiges hören kannst du deine finanzielle Bildung nach und nach ausbauen.

Sidepreneur

logo of sidepreneur podcast

Der Sidepreneur-Podcast dreht sich um die nebenberufliche Selbstständigkeit. Gestartet wurde er von Michael Dohlen, im Moment führt ein Dreierteam aus Juliane Benad, Dajana Hoffmann und Peter-Georg Lutsch Podcast und Blog weiter.

Es gibt klassische Interview-Folgen, in denen verschiedene Sidepreneure über ihre Erfahrungen sprechen. Dadurch bekommst du einen gute Eindruck davon, welche Herausforderungen die nebenberufliche Selbstständigkeit mit sich bringt und wie man diese meistert. Außerdem sind viele Anregungen dabei, welche Tätigkeiten und Geschäftsmodelle sich für deine eigene Nebentätigkeit anbieten.

Zum Sidepreuer-Podcast gibt es außerdem eine aktive Facebook-Community, in der man immer wieder merkt, dass man mit seinem Sidebusiness nicht alleine ist 🙂

Finanzrocker

logo of the Finanzrocker podcast
Finanzrocker-Podcast mit Daniel Korth (Logo freundlicherweise zur Verfügung gestellt)

Daniel Korth befasst sich als Finanzrocker mit Themen der Geldanlage: In drei Rubriken, Interview, Mixtape und Solofolge, nähert er sich dem Vermögensaufbau: Interviews und Solofolge richten sich nach einem vorher festgelegten Thema, in den Mixtapes plaudert Daniel mit Gästen freier drauf los.

Die Folgen mit Interviewpartnern und Gästen schließen beim Finanzrocker mit dem sogenannten “Wordshuffle”, bei dem die Gäste einen Begriff zugeworfen bekommen, zu dem sie sich dann äußern. Hier ist immer wieder witzig, welche Begriffe Daniel immer wieder passend zu seinen Gesprächspartnern recherchiert.

zendepot

logo of zendepot Podcast
zendepot-Podcast mit Holger Grethe

Mit zendepot beleuchtet Holger Grethe den Vermögensaufbau und insbesondere passive Investments.

Passiv bedeutet dabei, dass du nach der Investition erst mal lange Zeit nichts machst, abwartest und das Depot auch dann in Ruhe lässt, wenn Börsennachrichten dich nervös machen.

Holger Grethe räumt im Podcast auch mit dem Vorurteil auf, dass Vermögensaufbau nur etwas für Leute mit einem hohen Einkommen ist.

Bei kontroversen Themen (z. B. “Eigenheim”) werden die Argumente von beiden Seiten vorgestellt, sodass man andere Lebensentwürfe und damit verbundene Investitionsentscheidungen weiterhin gut verstehen kann.

Digitale Nomaden Podcast

two guys standing in front of a brick wall, one wearing a black, the othe wearing a grey sweater.
Sasha und Timo vom Digitale Nomaden Podcast (Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt, aufgenommen von Maria Anna Schwarzberg, www.digitalenomadenfotografin.de)

Der Digitale Nomaden Podcast mit Sascha Boampong und Timo Eckhardt dreht sich um ortsunabhängiges Arbeiten. Dabei interviewen Timo und Sascha viele wechselnde Gäste mit inspirierendem Werdegang.

Besonders spannend ist dabei, dass die Beiden sich selber noch auf dem Weg ins digitale Nomadentum befinden. Die beiden gehen offen damit um und laden sich Gäste ein, von denen Sie selber viel lernen können. So ergibt sich eine Bunte Mischung von Gästen. Deren Gemeinsamkeit ist, dass sie ihren eigenen Weg gefunden haben und diesen auch gegangen sind. Somit ist der Podcast nicht nur für angehende Digitale Nomaden spannend, sondern für alle, die bereit sind, ihre Komfortzone ab und zu zu verlassen und Neues auszuprobieren.

Dazu gibt es eine sehr aktive Facebook-Community mit vielen lokalen Gruppen und Stammtischen, bei denen man Gleichgesinnte auch im echten Leben kennen lernen kann.

Website: http://www.digitalenomadenpodcast.de/

Hebelzeit

Logo of the Hebelzeit Podcast
Hebelzeit-Podcast mit Alex Boerger (Logo freundlicherweise zur Verfügung gestellt)

Alex Boerger ist neben seiner Tätigkeit als Podcaster in der Videoproduktion tätig, wo es darum geht, mit einem einmaligen Aufwand viele Leute zu erreichen. Dieses Prinzip, bei dem ein einmaliger Zeitaufwand so gehebelt wird, dass das Ergebnis einen viel größeren Gegenwert liefert, bildet den Podcasttitel Hebelzeit.

Der Begriff “Zeit” und wie man seine Zeit effektiv einsetzen kann verbindet die verschiedenen Folgen.

Der Podcast wird auch dadurch besonders authentisch, dass Alex die Solofolgen teilweise nebenbei aufnimmt, z. B. während er einkaufen geht. Nach jeder Folge gibt es zum Abschluss immer einen Tipp, wie man die Zeit wieder reinholen kann, die man für das Hören des Podcasts aufgewendet hat.

Immopreneur

logo of immopreneur podcast
Immopreneur-Podcast mit Thomas Knedel (Logo freundlicherweise zur Verfügung gestellt)

Der Immopreneur-Podcast rund um Thomas Knedel dreht sich um Immobilieninvestments. Als erfolgreicher Immobilieninvestor kennt Thomas viele, die ebenfalls in dem Gebiet unterwegs sind. Die übernehmen teilweise ganze Folgen, so gibt es einen unglaublich vielfältigen Einblick in Immobilien und wie man diese rentabel gestalten kann.

Die ersten Folgen holen auch die Zuhörer ohne Immobilienerfahrung ab. Mit dem Fortschreiten des Podcasts werden die Themen dann nach und nach anspruchsvoller und gehen weit in die Tiefe. Im Podcast wird klargestellt, dass man nicht unbedingt viel Eigenkapital und Kontakte braucht, um an profitable Immobilien zu kommen. Sondern ein gutes Konzept, das Chancen nutzt, die andere Interessenten nicht sehen. Abgerundet wird das durch die aktive Community, in der sich Immopreneure darüber austauschen, wie man das schaffen kann.

Fazit

Du hast wahrscheinlich gemerkt, dass die Podcasts sich zum Teil inhaltlich überschneiden. Mir persönlich hat es geholfen, die Themen aus unterschiedlichen Sichtweisen kennen zu lernen: So kommt es, dass die Überschneidungen auch in meiner Favoritenliste auftauchen.

Kennst du selber Podcasts, die du anderen gerne empfehlen möchtest? Dann Teile die Empfehlung doch einfach in einem Kommentar!

Where to start looking for your backup funding

You are probably wondering, how the hell you could possibly fit an extra source of income into your schedule – research is already very time demanding.

What do you do for fun and recreation?

If you want that other people give you money for something you do, then you have to be good at it. And the most promising way to become good at something is practicing. Practicing a lot!

This takes either lots of discipline and willpower or you’re enjoying the process of practicing.

The things you’re already doing for fun are things you probably already practiced a lot – therefore you’re probably good at them.

An example is my own project sockenpaket.de: Due to my sewing experience, I got a basic understanding of textiles which I’m currently turning into an online business.

What Do You do in your field of expertise?

You are spending most of your time with your studies, your current job or your research. And you spend this time practicing some skills. Your expertise in your research subject is obvious 😉

But there is more:

Once a professor enthusiastically told about a relative of his. The relative was able to write understandable abstracts for engineering publications without even understanding the contents of those publications – she was a historian and had acquired the meta skill of understanding complex texts and summarizing those.

This is not the only example for a meta skill: social scientist learn to work with uncertain data, engineers learn programming, mathematicians learn abstract thinking, …

You can extend this list easily. Ask yourself:  What are you doing most of the time during your studies/research?

And now…

…think about it. Let your mind work on this and make a list of the skills you already have. This will be the foundation of your next steps!

 

 

 

 

Current Bottleneck: Audience and Reach

With the first order of socks for sockenpaket.de nearby, I’ve been reflecting, what’s the next challenge. And there is one bottleneck that sockenpaket.de and this blog share: Both do not reach a big audience (yet).

The success of sockenpaket.de and the amount of people who visit the website are directly linked: Lots of people visiting the website means lots of people could benefit from the products. The same holds for this blog: More people reading it means a better chance of inspiring someone to do a similar thing.

So, how can you increase your audience without paying lots of money for marketing and ads?

Social Media Channels

My first approach is social media. Both projects are already present on ok and twitter, but those channels haven’t been fed actively and until now, I did little to grow the audience.

This blog is now part of ResearchGate: I added it as a project. So, now you can follow this blog on ResearchGate, too.

The Strategy

Social media is a network – so, other guys which are featured in the posts can be linked. Maybe these guys share the post and their audience sees the post, too.

Another way is to follow other similar sites. Their audience grows, they’re happy and maybe they follow you back.

You could also share news actively with a selected audience. For example, I’m going to ask fellow Ph.D. students, if they’re part of facebook groups that I could join to share new posts.

Did it work?

If you’re reading this blog post after you clicked a link to this blog, there probably has been a success. A final evaluation of those strategies needs some time to implement them of course. If you want to help with the evaluation, you can leave a comment including a description how you ended up here – this would be awesome 🙂