Was passives Einkommen mit Socken zu tun hat

Vincent von freaky finance und Eva von der Vermögensakademie haben eine neue Blogparade angestoßen. Die beiden haben im Vorfeld  zum einem Onlinekongress andere Blogger dazu aufgerufen, ihre Meinung zu passivem Einkommen zu teilen. So ergeben sich dann verschiedene Sichtweisen auf das Thema, die Danny  bei Kleinkapital schön zusammenfasst. Deswegen werde ich hier erläutern was passives Einkommen mit Socken zu tun hat.

Skizze: Was hat passives Einkommen mit Socken zu tun?
Was hat passives Einkommen mit Socken zu tun?

Was ist passives Einkommen?

Als erstes muss ich etwas klarstellen: Die wörtliche Bedeutung von “passivem Einkommen” ist irreführend. Wenn davon die Rede ist, ist meistens nicht gemeint, dass nicht das Einkommen passiv ist und sich immer nur blicken lässt wenn der Empfänger aktiv ist und arbeitet. Sondern dass der Empfänger passiv ist und das Einkommen (fast) von alleine hereinsprudelt. So beschreibt es auch Götz auf finanzblognews und an diese Definition halte ich mich auch weiterhin.

Und wie klappt das jetzt mit dem passiven Einkommen?

Natürlich klappt passives Einkommen nicht einfach so. Die aktuellen Diskussionen zu bedingungslosem Grundeinkommen machen zwar Hoffnung, aber wir sind immer noch weit von der Umsetzung weg. Bis dahin müssen wir uns selbst darum kümmern.

Und bei dem “Kümmern” fängt es schon an. Am Anfang von passivem Einkommen steht immer eine Investition. Wir müssen vorher Geld oder Zeit investieren.

Sonst hätten wir unser passives Einkommen ja jetzt schon.

Genau diese desillusionierende Tatsache haben die Beziehungsinvestoren auch schon festgehalten, während sie mit den am weitesten verbreiteten Lügen zum Thema aufräumen.

Investieren von Geld

Dass man Geld kann ist allgemein bekannt. Hier schon verschiedene Artikel über Investments in Aktien, ETFs oder P2P-Kredite. Ziemlich genau diese Ansätze beschreibt auch Emanuel von Invest ABC als seine Favoriten und garniert seinen Artikel mit einer schönen Fußball-Allegorie.

Investieren von Zeit

Bei Zeitinvestments sieht es schon anders aus. Hier ist nicht unmittelbar ersichtlich, wo das Einkommen dann herkommen soll.

Ein Beispiel für Zeitinvestments beschreibt Maxim bei “Handelszeit”: Zunächst hat er sich an Stockfotografie versucht, er hat also Nutzungsrechte von selbst geschossenen Fotos verkauft. Ist das Foto einmal gemacht, bedeutet es keinen Mehraufwand mehr, wenn wieder jemand Nutzungsrechte kauft.

Das funktioniert natürlich auch bei anderen Produkten: Das klassische Beispiel ist ein Buch, dass sich von alleine verkauft, nachdem es einmal geschrieben ist.

Was hat denn jetzt passives Einkommen mit Socken zu tun?

Im Moment bin ich dabei, mir ein passives Einkommen aufzubauen. Neben den o. g. Investments in Aktien, ETFs und P2P-Kredite, baue ich im Moment mit sockenpaket.de einen Online-Shop für Socken auf. Und das bedeutet gerade am Anfang, dass ich Zeit investieren muss.

Damit du einen Eindruck gewinnst liste ich hier plakativ die verschiedenen Schritte auf, die ich schon hinter mich gebracht habe. In Klammern ist notiert, welche Art von Investment notwendig war.

  1. Entscheiden für ein Produkt (Zeit)
  2. Recherche zum ausgesuchten Produkt (Zeit)
  3. Einen Produzenten suchen (Zeit)
  4. Aufbau von Website und Shop (Zeit+Geld)
  5. Bestellen vom Produkt und Verpackungsmaterial (Geld)
  6. Kundengewinnung/Marketing (bisher nur Zeit)
  7. Abfertigen von eingehenden Bestellungen (Zeit)

Detailliertere Informationen findest du in früheren Blogartikeln zum Einstieg, zu den ersten Marketingversuchen und zum Start des Shops.

Als funktionierendes passives Einkommen geht sockenpaket.de noch nicht durch. Im Moment bedeuten Kundengewinnung und und Bestellungsabwicklung noch einen beständigen Zeitaufwand. Beides werde ich in Zukunft weiter automatisieren und dann wahrscheinlich auslagern.

Das Angebot des Shops soll die Grundidee passives Einkommen mit Socken umdrehen: Für die Kunden gibt nach einem Geldinvestment eine dauerhafte Zeitersparnis beim Socken (nicht mehr) sortieren. Diesen Punkt kannst du verallgemeinern, ganz wichtig ist nämlich:

  • Was kannst du anderen bieten, damit diese bereit sind dir dauerhaft Geld zukommen zu lassen?
  • Welchen dauerhaften Mehrwert bringt dein einmaliger Aufwand den Nutzern/Kunden?

Denn wenn deine Quelle von passivem Einkommen anderen nicht einen dauerhaften Nutzen bringt, dann versiegt sie auch bald wieder.

Warum der ganze Zirkus, wenn das vielleicht nicht auf Dauer ist?

Die erste Motivation zu passivem Einkommen ist leicht zu verstehen. Jeder kann der Idee, nicht mehr Arbeiten zu müssen irgendwas abgewinnen.

Geld haben heißt unabhängig sein

Für mich bedeutet passives Einkommen ein finanzielles Backup, das mir ermöglicht ohne die üblichen Risiken in der Forschung arbeiten zu können. Was du mit deiner Unabhängigkeit anfangen möchtest, kannst du entscheiden 😉

Zeit investieren hat (verdammt gute) Nebenwirkungen

Wenn du etwas investierst, heißt das auch, dass es dir an anderer Stelle fehlt. Gerade bei Zeit kann das sehr schwer fallen, gerade wenn viel investierte Zeit  erst mal keinen Nutzen bringt. Wenn du anfängst dich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen ist die Lernkurve richtig steil. Du wirst verdammt viele neue Sachen lernen. Wenn du hinter passivem Einkommen her bist, sei nicht nur hinter dem Geld her. Die Wissensrendite wird viel höher sein als die Geldrendite. Probier es einfach mal aus.

Jetzt will ich auch loslegen – was muss ich tun?

Bei Madame Moneypenny gibt es einen schönen Artikel, in dem sie das Zusammenspiel verschiedener Einkommen- und Beschäftigungsarten beschreibt. In ihrem Artikel liefert sie anschauliche Anregungen, wie du anfangen kannst.

In gedruckter Form gibt es außerdem einen Klassiker, der hier schon mal vorgestellt wurde.

 

 

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One thought on “Was passives Einkommen mit Socken zu tun hat”

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